Hand und Arm im Betrieb ganz besonders gefährdet
Wissenschaftler diskutieren Verbesserungen am Arbeitsplatz
-wk- Borghorst. Die Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und Leistungsgrenzen des arbeitenden Menschen sowie von der optimalen wechselseitigen Anpassung des Menschen an seine Arbeitsbedingungen stand am Mittwoch abend im Mittelpunkt eines Informationsabends der Firma Anton Uhlenbrock. Mit mehreren Gastvorträgen eröffnete die Borghorster Werkzeug- und Maschinenhandelsfirma ein Forum über arbeitsplatzbedingte Risiken und Folgeschäden.
So war es auch nicht weiter verwunderlich, daß neben Firmenangehörigen auch Vertreter aus der Industrie und der Wirtschaft an der gut durchorganisierten Informationsveranstaltung im Bagno-Cafe-Restaurant teilnahmen.
Gemeinsam mit einem Vertreter des skandinavischen Werkzeugherstellers "Sandvik" referierten Prof. Dr.- Ing. Peter Kern über das in der Öffentlichkeit von den Tarifpartnern oftmals kontrovers diskutierte Thema "Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz".
Der Gastreferent, Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement an der Stuttgarter Universität, schilderte in seinem Vortrag die Wechselwirkung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber in puncto präventiver Arbeiterschutz.
Aufgrund der Tatsache, daß der überwiegende Teil an Verletzungen in den Betrieben auf Erkrankungen im Hand-Arm-Bereich entfallen würden, präsentierte der Lehrstuhlinhaber sinnvolle Vorbeugungsmechanismen, um vorzeitigen Verschleißerscheinungen entgegenzuwirken.
Grund für die Verletzungen seien in erster Linie die überbelastung und Dauerbeanspruchung von Muskelgruppen und Gelenken. Sogenannte "ergonomische Handwerkzeuge" sollen Gefährdungspotentiale in der Arbeitswelt minimieren. Wesentlicher Bestandteil des Informationsabends war auch ein praktischer Part, wobei die Anwesenden die Möglichkeit hatten, ergonomisch entwickelte Handwerkzeuge zu testen.