BORGHORST. - "Es war gut, einmal einen Einblick in die unterschiedlichen Abteilungen zu bekommen".
Michael, Henning und Carsten schätzen es besonders, dass sie "viel selbst machen durften" während
ihres dreiwöchigen Praktikums bei der Anton Uhlenbrock GmbH.
Der innovative Fachbetrieb für Antriebstechnik an der Siemensstraße gewährt regelmäßig Praktikanten
aller Schullformen Einblick in die Bereiche Elektromaschinenbau, Steuerungstechnik und Industriebedarf.
Ansprechpartner
Ausbildungsleiter Gregor Kreft ist dabei gefragter Ansprechpartner für die Schüler und freut sich,
wenn Ehrgeiz, Interesse und Eigeninitiative geweckt werden können. "In den drei Wochen Praktikum
sollen die Jugendlichen einen möglichst realistischen Einblick in unsere Arbeitswelt erhalten." Muskelkraft,
Grips und technisches Feingefühl sind gleichermaßen gefordert.
25 Jahre
Die Realschule am Buchenberg blickt in diesem Jahr auf 25 Jahre Schülerbetriebspraktikum zurück.
Solange betreut auch Jochen Jung, Lehrer für Deutsch und Politik, das Konzept der Berufswahlvorbereitung
mit, in dessen Rahmen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen durch "Lehrnen vor Ort"
die vielen Facetten der Arbeitswelt kennen lehrnen sollen.
Modern und zukunftsorientiert ausgerichtete Unternehmen wie die Anton Uhlenbrock GmbH sind
für die Schule wichtige Partner in Sachen Berufsorientierung.
Auf eine möglichst effektive Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft und die Förderung des Nachwuchses
legt Geschäftsführer Hubert Uhlenbrock besonderen Wert: "Wir möchten Talente entdecken, Neigungen und
Fähigkeiten fördern". Dabei appelliert er an die Jugendlichen ihre Chancen zu nutzen: "Bildung ist die Quelle
für Innovationen und unsere Zukunft". Sich einzusetzen und mitzudenken sei in Zeiten beruflicher Unsicherheiten
wichtiger denn je.
"Vielleicht noch ein zweites Mal die Gelegenheit zu einem Praktikum zu bekommen", das könnten sich die
Praktikanten gut vorstellen. Von schulischer Seite sei dies jedoch nur sehr schwer zu
verwirklichen, gab Jochen Jung zu bedenken, wünschte sich jedoch auch Veränderungen im Schul-"Betrieb":
"Regelmäßig stattfindender Informatikuntericht wäre gut."
Eigenverantwortung
Hubert Uhlenbrock möchte zu mehr "Eigenverantwortlichkeit im Denken und Handeln" anregen und den
Nachwuchs motivieren , "sich den im Berufsleben täglich erforderlichen Veränderungen zu stellen".
Teamarbeit steht dabei mit an erster Stelle.
Chancen zu mehr Dynamik und Engagement in der Kooperation mit Schulen sieht Uhlenbrock in einem
weiteren Vorschlag: "Mit Kunden fahren wir zur Hannover-Messe. Warum nicht auch mit Schülern?"
- Beate Kater,