Berufsorientierung erwünscht –
die Anton Uhlenbrock GmbH auf "Talentsuche"!

"Was willst du einmal werden...?" Mit dieser Frage werden schon die Kleinsten in unserer Gesellschaft konfrontiert. Nur die wenigsten werden dann tatsächlich "Lokomotivführer". Der Beruf als Berufung – Zufall oder Ergebnis einer klaren Berufsorientierung? " In Zeiten beruflicher Unsicherheit, möchten wir jungen Menschen Perspektiven zeigen und Mut machen, wir möchten Talente entdecken und fördern" so Geschäftsführer Hubert Uhlenbrock. Die Anton Uhlenbrock GmbH in Steinfurt ist ein innovativer Fachbetrieb für Antriebstechnik. 1954 wurde das Unternehmen gegründet und hat seinen Ursprung im Elektromaschinenbau. Heute steht der Name Uhlenbrock für modernste, zukunftsorientierte und produktionsgerechte Instandhaltungsprozesse. Während der gesamten Unternehmensgeschichte stand und steht bei Uhlenbrock der Mensch als Individuum im Vordergrund. Dabei setzt das Unternehmen auf eine langfristige Personalentwicklung. Ziel ist es, eigenen, qualifizierten Nachwuchs auszubilden um gute Mitarbeiter/innen aus den eigenen Reihen der jeweiligen Auszubildenden zu übernehmen. Informierte und interessierte Auszubildende sind jedoch nicht die Regel. Oft sind die Berufsanfänger wenig auf die Praxis vorbereitet. Eine passgenaue berufliche und schulische Ausbildung können wir aber nur erreichen, wenn Unternehmen und Schulen kooperieren. Nur so haben die Schüler/innen eine realistische Chance auf einen erfolgreichen Berufseinstieg – waren sich Hubert Uhlenbrock und Jochen Jung von der Realschule in Borghorst beim Besuch der Praktikanten einig. "Die besondere Zuordnung zur Wirtschafts- und Arbeitswelt ist ein charakteristisches Merkmal der Realschule. Für eine selbstbestimmte Berufswegplanung ist nicht nur eine Vermittlung von Kenntnissen - z.B. über die Veränderungen in der Arbeits- und Berufswelt - notwendig, sondern auch die Entwicklung von Entscheidungskriterien und Alternativen sowie der Aufbau von Handlungskompetenzen" unterstreicht Jochen Jung die Notwendigkeit zur Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Ein dreiwöchiges Praktikum - was die Schüler/innen in der neunten Klasse absolvieren - soll den jungen Menschen bei der Berufswahl helfen.

Im März wurden bei Uhlenbrock drei Praktikanten betreut. In den Bereichen Elektromaschinenbau, Steuerungstechnik und Industriebedarf konnten die Schüler Henning, Michael und Carsten aus der 9. Klasse der Realschule Borghorst erste praktische Erfahrungen sammeln. Das Ziel eines jeden Praktikums sollte es sein, jungen Menschen ein klareres Bild von ihren Berufswünschen zu vermitteln und damit ihre Zukunftsplanung zu konkretisieren. Der Ausbildungsleiter – Elektromaschinenbauermeister Gregor Kreft– nimmt diese Aufgabe sehr ernst. Er begleitet, berät und fördert die Praktikanten. "Ich möchte den Jugendlichen in den drei Wochen einen so realistischen Einblick wie irgend möglich in unseren beruflichen Alltag ermöglichen – von der Routinearbeit bis zur Sofortmaßnahme beim Kunden " so Kreft. Zu diesem Zweck gibt es für die Praktikanten bei Uhlenbrock ein Rotationsprinzip. Das heißt, alle Praktikanten durchlaufen die unterschiedlichen Unternehmensbereiche. Mit diesem Prinzip wird gewährleistet, das der Praktikant alle notwendigen Abteilungen mit den entsprechenden Anforderungen für seinen zukünftigen Beruf kennen lernt. Henning hat es in der Werkstatt am besten gefallen – "...hier konnte ich "richtig Arbeiten", etwas auseinander schrauben, ausprobieren und wieder zusammensetzten, das hat mir Spaß gemacht". Aber auch die Lagerwirtschaft ist notwendig haben die Drei gelernt. Welche Ersatzteile gibt es und wo finde ich sie? Das verdeutlicht die Notwendigkeit, den Schülern so viel Einblicke wie möglich in die unterschiedlichen Arbeitsabläufe und damit der Vielfältigkeit eines Berufes aufzuzeigen. Nur so entsteht ein realistischer Einblick, der für die Berufswahl so entscheidend ist. Auch nach der regulären Praktikumzeit von drei Wochen sind die Schüler bei Uhlenbrock gern gesehen. Insbesondere bei der Erstellung der Praktikumberichte tauchen im nachhinein immer wieder Fragen auf, die direkt vor Ort von den Uhlenbrock Mitarbeitern erklärt und damit geklärt werden. Der Zeitaufwand zur Betreuung von Praktikanten ist nicht zu unterschätzen – zumindest nicht, wenn Firmen den Praktikanten nicht nur als "notwendige" Pflicht sehen, sondern – wie bei Uhlenbrock- auf der "Talentsuche" für potenzielle Auszubildende sind. Also eine Chance für beide Seiten!

Das Uhlenbrock mit dieser langfristigen Personalstrategie recht behält, zeigt der "jüngste" Auszubildende bei Uhlenbrock – hier hat die Handwerkskammer der vorzeitigen Abschlussprüfung zugestimmt. Hier kann nun ein junger Mensch ein halbes Jahr früher in den Gesellenstatus aufgenommen werden! Das bestätigt Hubert Uhlenbrock so weiter zu machen wie bisher. "Die Berufwahl ist für jeden Menschen eine richtungsweisende Entscheidung. Die Verantwortung für den eigenen Lebensweg trägt jeder (junge) Mensch selbst. Unsere Aufgabe sehen wir darin die Schülerinnen und Schüler während des Praktikums und auch später in der Ausbildung zu sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten und Wege aufzeigen. Vergessen wir nicht, wir alle brauchen Bildung, sie ist die Quelle für Innovationen – unsere Zukunft!" fasst Hubert Uhlenbrock zusammen.

Eine enge Kooperation zwischen Wirtschaft, Schule und nicht zuletzt dem Elternhaus ist für die Jugendlichen eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche und zufriedene berufliche Zukunft und müssen heute stärker denn je realisiert werden.

Gute Zusammenarbeit bei der Anton Uhlenbrock GmbH. Die Praktikanten Henning, Michael, Carsten, Ausbildungsleiter Gregor Kreft und Realschullehrer Jochen Jung (v.l.)

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