19 September 2006
Es wird allerhöchste Zeit


Die Anton Uhlenbrock GmbH platzt aus allen Nähten. Der Neubau muss nach Darstellung von Geschäftsführer Hubert Uhlenbrock (r.) jetzt in Angriff genommen werden.
Foto: Axel Roll

-ar- Borghorst. Die Pläne liegen seit zwei Jahren fertig in der Schublade. In der nächsten Ratssitzung könnte der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst und kurz darauf der erste Spatenstich für die Erweiterung der Firma Anton Uhlenbrock an der Siemensstraße gemacht werden. Es wird aller höchste Zeit, verdeutlichte Geschäftsführer Hubert Uhlenbrock gestern Abend den Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses bei einer Führung durch den Betrieb. Die technische Entwicklung und die Wünsche der Kunden machten eine Ausdehnung unumgänglich. Das 6000 Quadratmeter großen Grundstück hat Uhlenbrock bereits erworben, darauf soll ein so genanntes Dynamik-Center auf einer Fläche von über 2000 Quadratmetern entstehen. Darin sollen unter anderem ein neues Lager, die Kommissionierung sowie Werkstatträume untergebracht werden. Der Geschäftsführer geht fest davon aus, dass der räumlichen Erweiterung auch Neueinstellungen folgen werden. Zurzeit zählt der Betrieb 38 Mitarbeiter. Die Anton Uhlenbrock GmbH wartet und repariert Elektromotoren und Antriebseinheiten der Industrie im großen Stil. Und das 24 Stunden, rund um die Uhr, wie Hubert Uhlenbrock betonte.
Wie Erster Beigeordneter Michael Gläseker informierte, wird das Gewerbegebiet um eine Gesamtfläche von 40000 Quadratmetern erweitert. An Einwendungen gegen den Bebauungsplan gab es bis gestern Abend nur eine, und zwar von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Steinfurt. Sie moniert, dass die Stadt nur 3000 Quadratmeter als Ausgleichsflächen ausweisen möchte. Tatsächlich müssten es 15000 Quadratmeter sein. Gläseker ist optimistisch, dass dieses Problem noch bis zum planmäßigen Satzungsbeschluss gelöst werden kann. Hubert Uhlenbrock würde es freuen. Gestern Abend stand er noch im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung Rede und Antwort.
Wir haben verstanden, dass die Welt sich ändert, berichtete der Geschäftsführer von ständig wechselnden Kundenwünschen. So übernehme Uhlenbrock zunehmend die Lagerhaltung für die Produktionsfirmen. Wenn dann ein Elektromotor ausfalle, müssten die Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit das schadhafte Teil austauschen. Und erst dann wird über eine Reparatur des alten nachgedacht. Entscheidend sei, dass die Produktion wieder anlaufen könne. Früher, in der Textilindustrie, da war das kein großes Problem. Es fielen einzelne Maschinen aus. Heute lege ein kleiner Fehler ein ganzes Produktionsband lahm. Um weiterhin im starken Konkurrenzkampf bestehen zu können, müsse Uhlenbrock in naher Zukunft Millionen-Investitionen in den Neubau, neue Technik und die Schulung der Mitarbeiter tätigen.